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Saison 80/81

In dieser Saison wurde die Bundesliga auf 10 Mannschaften aufgestockt und es gab keine Endrunde mehr. Saisonziel war ein 3. oder 4. Platz. Der Start gelang mit einem Sieg über Vizemeister SSF Bonn. Vor 3000 Zuschauern hielt der Siegeszug der Paderborner auch beim Sieg über den deutschen Meister 1860 München an. Damit setzte sich der VBC an die Spitze der Tabelle. Auch der Bundestrainer der Volleyball-Nationalmannschaft beobachtete die Spitzenspiele in der Maspernhalle. Für das Länderspiel am 20.12.1980 in Paderborn nominierte er den VBC-Spieler Martin Reinke für die Nationalmannschaft. Auch die Spieler Martin Keck, Lutz Schulte-Übbing, Ralf Nitzlaff und Ulrich Kampa standen im Aufgebot. Aufgrund der perfekten Organisationsfähigkeit vergab der Deutsche Volleyballverband die Europameisterschaftsqualifikation mit sechs Mannschaften nach Paderborn. Somit fand das wichtigste Volleyballereignis in der Bundesrepublik seit den Olympischen Spielen 1972 vom 13.-17.5.1981 in der Paderstadt statt. Die Bundesligamannschaft hatte bis zum Ende der Hinrunde noch kein Spiel verloren und führte mit 6 Punkten Vorsprung die Tabelle an. Das ZDF übertrug manche Begegnung und auch die 3000-4000 Zuschauer waren für manchen Punkt gut. Vor allem die Jugendlichen in „Block 7“ machten gewaltig Stimmung. Der „Block 7“ entstand in der Saison 1979/80, als 10 Zuschauer sich an das Fußballbundesligaspiel um die Deutsche Meisterschaft im Hamburger Volksparkstadion erinnerten. Damals war im Stadion im Block 7 die tollste Stimmung. Im Dezember 1980 wurde Toni Rimrod zum Sportler des Jahres von Ostwestfalen gewählt. Bei der Sportlerehrung im Paderborner Rathaus gab es folgende Auszeichnungen: die Sportplakette in Gold erhielten die 6 Nationalspieler Kampa, Keck, Nitzlaff, Reinke, Rimrod und Schulte-Übbing. Die Sportplakette in Silber erhielt die Mannschaft des VBC für den dritten Platz bei den deutschen Meisterschaften. Eine Ehrung erhielt auch die B-Jugendmannschaft für die Westdeutsche und Deutsche Vizemeisterschaft in ihrer Klasse. Zum Ende des Jahres 1980 nahm der VBC an einem Turnier in Apeldoorn teil. Das Turnier galt als bestbesetztes Vereinsturnier der Welt. Die Mannschaft belegte den 6. Platz und war die beste, die von deutscher Seite je angetreten war. Im Februar 1981 verlor die Bundesligamannschaft ihr erstes Spiel mit 1:3 gegen, wie schon so oft, 1860 München. Im darauffolgenden Spiel kam es zur Begegnung mit dem Tabellenzweiten SSF Bonn. Auch dieses Spiel ging leider verloren und der VBC hatte nur noch 2 Punkte Vorsprung in der Tabelle. Im März wurde von den Volleyball-Fans ein Fan-Club gegründet. Zum Spitzenspiel gegen USC Gießen setzte der Verein mehrere Fan-Busse ein. Leider konnte auch mit ihrer Unterstützung eine Niederlage nicht verhindert werden. Somit gab es einen Dreikampf zwischen VBC, SSF Bonn und USC Gießen, die alle punktgleich waren. Im April musste das letzte Spiel über die Meisterschaft entscheiden. Der VBC musste gegen Fortuna Bonn gewinnen und der SSF Bonn gleichzeitig verlieren. Die Paderborner gewannen ihr Spiel aber leider auch der SSF Bonn glücklich mit 3:2 gegen Leverkusen und wurde damit zum 2. Mal Deutscher Meister. Am selben Abend verpflichtete Prof. Dr. Hermann-Josef Kramer den Kapitän der koreanischen Nationalmannschaft Hee Wan Lee. In der abgelaufenen Saison wurde die B-Jugend 4. bei den Westdeutschen Meisterschaften. Die 6. Herrenmannschaft stieg in die Bezirksklasse auf. Im Mai kam es dann zur EM-Qualifikation im Paderborner Sportzentrum. Während des Turniers lobte der DVV-Präsident das fantastische Publikum und die gute Organisation durch die Stadt Paderborn und den VBC. Die deutsche Nationalmannschaft nahm als 2. des Turniers am Finale der Europameisterschaft in Bulgarien teil. Einen Wermutstropfen gab es allerdings. Während des Spiels Deutschland-Griechenland attackierten die griechischen Spieler sowohl den israelischen Schiedsrichter wie auch die deutschen Spieler. Nach dem Schlusspfiff gab es Prügeleien der griechischen Spieler gegen die Ordner des VBC. Der israelische Schiedsrichter musste unter Ordner-und Polizeischutz aus der Halle geführt werden. Ein griechischer Spieler wurde von den eigenen Mitspielern wegen „Nierenverletzung durch einen Paderborner Ordner“ ins Krankenhaus eingeliefert. Eine Stunde später war er mit der Diagnose „Gesäßverletzung“ wieder entlassen. Diese Ausschreitungen wurden auch dem europäischen Verband gemeldet, woraufhin Griechenland für internationale Begegnungen gesperrt wurde. Als 2. der Meisterschaft nahm der VBC am DVV-Pokal teil. Nach 2 vergeblichen Anläufen sicherte sich die Mannschaft am 20.06.1981 den ersten Titelgewinn der Vereinsgeschichte: Deutscher Volleyball Pokalsieger. Damit spielte die Mannschaft im Europapokal gegen Csepel Budapest.