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Saison 86/87

Neu zum VBC kamen Falk Thies, Ralf Nitzlaff, Thomas Licht und Markus Epping. Den Verein verließen neben Toni Kass auch Manfred Kaiser, Frank Winkler und Andreas Koller. Für die neue Saison galt das Motto „Volleyball mit Herz“. So wollte man auch die Zuschauer wieder in die Halle locken. Mit einer Mischung aus jungen und alten Spielern sollte die Endrunde erreicht werden. Den Saisonstart musste Falk Thies von der Bank aus erleben. Bei einem Vorbereitungsturnier zog er sich einen Bänderriss zu. Der erste Gegner war der USC Gießen. Nach einem Marathon-Match von 148 Minuten stand es 2:3 für Gießen. Während der laufenden Saison kam auch Lutz Schulte-Übbing als Spieler zum VBC zurück. Nach 5 verlorenen Spielen belegte der VBC den letzten Tabellenplatz. Im Oktober 1986 gab es für alle Schüler freien Eintritt zum Bundesligaspiel gegen den VdS Berlin. Im November 1986 konnte der verletzte Falk Thies sein erstes Bundesligaspiel bestreiten. Trotzdem blieb die Mannschaft immer noch ohne Sieg. Vor dem Spiel gegen den Deutschen Meister aus Hamburg legte der Trainer Brisken sein Amt nieder. Für ein Spiel coachte Michael Reinke die Mannschaft. Dann kam der alte Trainer Jasukiewicz als Nothelfer zurück. Aber auch er schaffte keinen Sieg mehr in der Hinrunde.

 

Besser machten es die Damen des VBC. In der Verbandsliga kam es zum Spitzenspiel zwischen dem führenden VBC und SV Münster. Bis dahin noch ungeschlagen, mussten die Paderborner in eine 1:3 Niederlage einwilligen. Die männliche B-Jugend wurde Bezirksmeister. Ebenso wurde die männliche AJugend Bezirksmeister und qualifizierte sich für die Westdeutschen Meisterschaften. Dort belegte sie Platz 4. In der Bezirksliga führte die 4. Herren die Tabelle an. Im DVV-Pokal gelang der Bundesligamannschaft dann der ersehnte 1. Sieg. Gegen TuS Kriftel aus der 2. Bundesliga schaffte das Team ein 3:2 und damit den Einzug ins Viertelfinale. Bei der Sportlerehrung im Rahmen des Sportlerballes wurde Jörg Brügge mit der Sportplakette in Gold ausgezeichnet. Die Sportplakette in Bronze erhielt die Mannschaft für den 3. Platz in der Meisterschaft und dem 4. Platz im DVV-Pokal. Im Pokal Wettbewerb des Jahres 87 schied der VBC gegen Dachau im Viertelfinale aus. Im Januar 1987 stand der Abstieg aus der Bundesliga schon fest. Die letzten Spiele sollten allerdings noch mit Anstand gespielt werden. Pech hatte die Mannschaft beim Spiel gegen Ottobrunn. Da es regnete und das Dach des Sportzentrums undicht war, konnte die Partie nicht angepfiffen werden. Im neu angesetzten Spiel gewannen die Paderborner das erste und gleichzeitig letzte Spiel in der Bundesliga.

 

Die Damenmannschaft wurde nur 3. in der Verbandsliga, da der punktgleiche TSC Münster 4 Sätze mehr hatte. In der Bezirksliga wurde die 2. Herren Vizemeister. Der DVV vergab nach mehr als sechsjähriger Pause wieder Länderspiele nach Paderborn. Am 25.04.1987 spielte die Nationalmannschaft gegen Finnland und am 04.05.87 gegen Polen. Trainer der Mannschaft war Jbigniew Jasukiewicz der gleichzeitig auch VBC Trainer war. Er regte an, ein Volleyball-Leistungszentrum in Paderborn einzurichten. Mit Unterstützung der Firma Nixdorf und den idealen Trainingsbedingungen der Sportkompanie der Bundeswehr in Warendorf wären ideale Möglichkeiten vorhanden. Schon im April 1987 stand das Team für die neue Saison fest. Neben dem Trainer blieb auch der Kapitän Jörg Brügge dem Verein treu. Von den alten Spielern blieben Peter Czaja, Markus Epping, Andreas Göke und Falk Thies. Auf Abruf standen Jörg Leweling und Martin Keck zur Verfügung. Neu zum Team kamen von der Sportkompanie der Bundeswehr Markus Becker, Matthias Fuß, Andreas Scheuerpflug und vom Höchster Volleyball-Internat Olaf Korn. Auch der Hauptsponsor, die Adam Opel AG, blieb dem VBC treu. Am 20.05.1987 wurde wegen einer Satzungsänderung eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Auf dieser Versammlung wurde beschlossen, dass der Verein ab sofort aus 2 eigenständigen Abteilungen bestehen sollte. Die Abteilungsleiter Volleyball und Basketball waren gleichzeitig die Vizepräsidenten des Gesamtvereins.

 

Auf der Jahreshauptversammlung am 10.06.1987 wurden Vorstandswahlen durchgeführt. Im Vorfeld hatte der amtierende Präsident, Herr Kramer, schon angekündigt, nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung zu stehen. Als neuer Präsident wurde Annette Hagemann gewählt. Die Beigeordnete der Stadt Paderborn leitete als einzige Frau einen Paderborner Sportverein. Prof. Dr. Hermann-Josef Kramer wurde zum Ehrenmitglied ernannt und mit stehenden Ovationen verabschiedet.

 

Einige Anmerkungen zu unserem Präsidenten und Initiator der Vereinsgründung. Es war im Herbst 1969 – in den Sportstunden der Gymnasien war häufig ein interessierter Beobachter zu sehen, der sich vor allem den Schülern widmete, die Volleyball und Basketball betrieben. Er stellt sich als Professor Dr. Hermann-Josef Kramer von der Pädagogischen Hochschule vor und sprach Lehrer, Jungen und Mädchen an, ob sie nicht Lust hätten, diese Sportarten vielleicht auch einmal in einem Verein zu betreiben. „Ihr kommt doch mal zu einem Probetraining- isch klar“ Zu diesem Zeitpunkt konnte niemand ahnen, das dieses unnachahmlich durch die Zähne genuschelte „Isch klar“ einige Jahre später in den deutschen Sporthallen von Hamburg bis München, von Bonn bis Berlin zu hören war. Die Redewendung wurde zum Schlachtruf, mit der sich die Volleyball-Bundesligamannschaft des VBC auf ihre großen Spiele einstimmte. Bis heute übernimmt unsere 1. Herrenmannschaft diesen Schlachtruf. In seiner Amtszeit stieg der VBC durch die Fusion mit Petershagen in die Bundesliga auf. Prominente Nationalspieler schlossen sich dem Verein an. Hierbei war der „Volleyball-Professor“, wie sie ihn inzwischen überall nannten, kein Typ, der mit dem Scheckbuch wedelte und das Blaue vom Himmel versprach, er besorgte seinen Aktiven Studien-u. Arbeitsplätze, sicherte ihre berufliche Zukunft ab. Zurück zur Jahreshauptversammlung. Die einzelnen Abteilungen hatten zuvor ihre Vorstände gewählt. Vorsitzender der Basketballer wurde Willi Cremers, Vorsitzender der Volleyballer wurde Heinz Bergmann. Zum Schatzmeister des Gesamtvereins wurden Hans Schumacher und Bernd Zengerling gewählt. Geschäftsführer und Sozialwart war Rüdiger Tschanter.