Emotion, Spielfreude, Mannschaftsgeist - Willkommen beim Club!
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Saison 90/91

Der Kader für die neue Saison bestand aus nur 9 Spielern, von denen kurzfristig Norbert Kleine aus persönlichen Gründen nach Italien wechselte. Dafür kam Andre Fröhlich. Robert Malinowski fiel durch einen Arbeitsunfall für 14 Tage aus. Somit verlief die Vorbereitung auf die kommende Saison nicht optimal. Das Ziel war Platz 7 mit Ausrichtung nach oben und dem damit verbundenen direkten Verbleib in der 1. Bundesliga. Auch die Sponsoren blieben der Mannschaft in ihrem 4. gemeinsamen Jahr erhalten. Die ersten beiden Spiele gegen den Pokalsieger Milbertshofen und gegen den CEV Pokalsieger Moers wurden verloren. Danach folgten Siege unter anderem gegen den ehemaligen Angstgegner USC Gießen. Nach Niederlagen gegen die Mitfavoriten um die Meisterschaft belegte der VBC im Oktober nur Platz 7.

 

Einen besseren Start erwischten die Regionalliga-und Landesligaspieler des Vereins mit Platz 4 und 3. Am Ende der Hinserie belegten die Paderstädter trotz einiger Siege weiterhin nur Platz 7. Die am Beginn so erfolgreichen Regionalligaspieler stürzten auf den 7. Tabellenplatz ab, die Landesligamannschaft belegte Platz 5. Im Dezember bescherte die Auslosung zum DVV-Pokal dem VBC eine Begegnung beim TV Düren, die auch gewonnen wurde. Wie der Deutsche- Volleyball- Verband die Einhaltung seiner Paragraphen kontrollierte, zeigt folgende Begebenheit: Im September 1990 trat der VBC zu Hause gegen den TSV Milbertshofen an. Da beide Mannschaften mit Trikots gleicher Grundfarbe antraten, hätte der VBC sein Ersatztrikot benutzen müssen. Aufgrund von Lieferschwierigkeiten des Sponsors waren leider keine Ersatztrikots vorhanden. Daraufhin einigten sich Trainer, Kapitäne und Schiedsrichter in Trikots gleicher Grundfarbe anzutreten. Unterscheiden konnte man die Mannschaften, da auf den VBC-Trikots ein auffallend roter Diagonalstreifen auf der Brust und das Logo des Sponsors „Hotel Ibis“ vorhanden waren. Die Angelegenheit wurde ordnungsgemäß vom 1. Schiedsrichter im Spielberichtsbogen vermerkt und zum DVV geschickt. Mitte Oktober erhielt der VBC daraufhin eine Ordnungsstrafe über 600,-- DM. Das Geld wurde, unter Einspruch beim Schiedsgericht des DVV, gezahlt. Der Vorsitzende der Spruchkammer wollte nun jeweils 1 Trikot jeder Mannschaft in Augenschein nehmen. Da aber der TSV Milbertshofen bis Ende Dezember immer noch kein Trikot eingeschickt hatte, wartete der VBC noch bis heute auf eine Rückzahlung der Strafe. Die Rückrunde musste der VBC durch verletzungsbedingte Ausfälle mit nur 7 Spielern bestreiten. Trotzdem wurde das 1. Spiel gewonnen und zum Pokalspiel gegen Moers waren bis auf Markus Becker alle Spieler wieder fit. Dennoch kam für Paderborn das Pokalaus.

 

Anfang 1991 förderte der Verein durch gezielte Aktionen den Jugendvolleyball. Wie auch zu heutiger Zeit wurden Übungsgruppen für 10-15jährige Jungen und Mädchen angeboten. Zum Saisonende belegte die Bundesligamannschaft mit viel Glück den 7. Tabellenplatz und erreichte somit nicht ganz das Saisonziel. Der Trainer Wolfgang Schütz stand nicht mehr als hauptamtlicher Trainer für die neue Saison zur Verfügung. Aufgrund seiner beruflichen Situation blieb er dem VBC nur als nebenamtlicher Trainer erhalten. Als Co-Trainer kam Robert Malinowski. Nach 14 Jahren aktiven Sports, davon 9 Jahre als Spieler der 1. Mannschaft, verließ Michael Reinke den Verein. Er erinnerte sich gerne an die alten Bundesligazeiten, wo die Kameradschaft und der Spaß am Spielen vorrangig waren. Allerdings bedauerte er, dass in den 90ern die Clubs ihre Talente oder Spieler über den Anreiz des Geldes bekämen und nicht mehr über die Zusicherung eines Arbeits-oder Ausbildungsplatzes. Leider hat sich bis heute daran nichts geändert. Schon zu dieser Zeit war der VBC in einen finanziellen Engpass geraten. Sponsoren konnten nicht gefunden werden, somit keine Spitzenspieler verpflichtet werden und damit einhergehend die Leistung der Mannschaft nicht gestärkt werden. Dieses hatte auch einen Zuschauerschwund und damit Einnahmeverluste zur Folge. Zum Saisonende belegten die übrigen Mannschaften, wie schon in den Jahren zuvor, Plätze im Mittelfeld.

 

Im April 1991 wurde das Westerntor zum Sandstrand. Im Rahmen des Frühlingsfestes fand ein Beach-Volleyball-Turnier mit VBC Spielern statt. Ebenso gab es ein Junioren-Länderspiel gegen Finnland in der Maspernhalle. Für die neue Saison 1991/92 ging der VBC neue Wege im Bereich Bundesliga. Die 1. Mannschaft wurde künftig als Wirtschaftsbetrieb mit Zahlungen auf Lohnsteuerkarte geführt. Im Juni 1991 wurde der Verein in 2 eigenständige Abteilungen Volleyball und Basketball aufgeteilt. Es entstanden die „Pader Baskets 91“ und für den Volleyballbereich blieb es beim VBC 69 Paderborn.