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Saison 91/92

Als Vorbereitung auf die neue Saison bestritt der VBC 2 Spiele gegen die kubanische Junioren-Auswahl. Den VBC verließen Markus Epping, Arnd Ludwig, Ralph Bergmann, Markus Zehnder und Robert Malinowski als Spielertrainer der 2. Mannschaft. Neu hinzu kamen Peter Purps aus dem Osten, Danut Pascu und Sorin Pop aus Rumänien, Bert Schleichardt aus Norderstedt und Holger Werner vom USC Gießen. Minimalziel war ein guter Mittelplatz in der 12 Mannschaften umfassenden gesamtdeutschen Bundesliga. Die ersten 3 Spiele gingen trotz der neuen Spieler verloren und der Trainer sprach schon vom Abstieg. Danach gewannen die Paderstädter 3 Spiele und belegten vorübergehend den 6. Tabellenplatz. Zum Ende der Hinrunde war es dann wie schon in den letzten 2 Jahren nur der 7. Tabellenplatz. In der Regionalliga gewann der VBC 12 Spiele in Folge und stand damit an der Tabellenspitze. Ehemalige Spieler aus der Bundesligamannschaft verstärkten die 2. in dieser Saison. Nach weiteren Niederlagen in der Bundesliga hatte das Glück auch im DVV-Pokal die Mannschaft verlassen. Gleich das 1. Spiel gegen den 1. VC Hamburg verloren die Paderborner. Peter Becker als Vorsitzender des VBC Liga-Ausschusses wußte nicht, wie es finanziell weitergehen sollte. Auch wenn die Mannschaft den Klassenerhalt schaffen würde, sähe die Zukunft nicht rosig aus. Der Hauptsponsor „Ibis“ plante den Ausstieg aus dem Geschäft und ein neuer Sponsor war nicht in Sicht. Gehofft wurde auf einen Zuschuss aus der Westfalen Stiftung von Heinz Nixdorf. Bei einem gleichzeitigen Aufstieg der ungeschlagenen 2. Mannschaft in die 2. Bundesliga wäre der Verein finanziell nicht in der Lage, beide Mannschaften zu unterstützen. Ebenso war die Trainerfrage bei dieser Konstellation ungewiss. Am Saisonende konnten die Paderborner den Klassenerhalt mit dem 9. Tabellenplatz sichern. Die Reserve erreichte ungeschlagen die Meisterschaft und stand in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga. Die anderen Mannschaften belegten wie immer einen Mittelfeldplatz in ihren jeweiligen Ligen. Nach dem schlechten Abschneiden der Bundesligamannschaft legte Wolfgang Schütz sein Traineramt nieder. Auch der Kapitän Falk Thies erklärte seinen Rücktritt vom Leistungssport. Der Präsident des Vereins, Gernot Rönisch, trat aus beruflichen Gründen von seinem Amt zurück. Als Nachfolger schlug er den amtierenden Abteilungsleiter Volleyball, Wilfried Jolmes, vor. Einziger Lichtblick am Ende der Saison war die Zusage einer finanziellen Unterstützung durch „Pro Leistungssport“.

 

Im April 1992 war es amtlich. Aus finanziellen Gründen spielte der VBC in der Saison 1992/93 nur in der 2. Bundesliga. In 3 Jahren sollte der Schuldenberg abgebaut und der Wiederaufstieg geschafft werden. Die neue Mannschaft setzte sich aus den 8 Spielern der Regionalligamannschaft sowie 4 Erstligaspielern zusammen. Neu hinzu kam Alexander Schön. Ebenso sollte die Jugendarbeit intensiviert werden, um auch Eigengewächse in die Mannschaften zu integrieren. In der Jahreshauptversammlung am 29.04.1992 wurde die Namensänderung des Vereins beschlossen. Aus Volleyball-und Basketball-Club 69 Paderborn wurde der Volley-Ball-Club 69 Paderborn. Als Traditionsverein wurde der Name beibehalten. Neuer Präsident wurde Wilfried Jolmes, sein Stellvertreter Toni Rimrod. Referent für die Öffentlichkeitsarbeit wurde Dr. Thomas Lappe. Erstmalig wurde ein Beirat gewählt dem folgende Personen angehörten: Gernot Rönisch, Hermann-Josef Kramer, Bernhard Schäfers, Bernhard Humborg und Fritz Farke sowie die Kassenprüfer Manfred Pohl und Willi Saake. Der Beirat sollte für das wirtschaftliche Umfeld zuständig sein. Der übrige Vorstand wurde wiedergewählt. Als Trainergespann fungierten Wolfgang Schütz und Robert Malinowski. Zuständig für die Jugendarbeit und im Nachwuchsbereich waren Jörg Leweling und Krzystof Korbutt. Geplant war zum Jubiläumsjahr 1994 schuldenfrei in der 1. Bundesliga zu sein. Ein neuer Sponsor war mit der Firma Opel Humborg gefunden worden. Aber nicht nur dem VBC ging es finanziell schlecht. Selbst Fortuna Bonn konnte einen entsprechenden Bundesliga-Etat nicht aufbringen und startete einen Neuaufbau in der Regionalliga.